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dem Online-Blog der Schülerzeitung der Beruflichen Oberschule Friedberg!

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Wir berichten für unsere Leserinnen und Leser hier über Neuigkeiten aus dem Schulleben, Interessantes aus dem Unterricht und schreiben über Dinge, die unsere Schülerinnen und Schüler wirklich bewegen.

Das Team der Schülerzeitung wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen der Beiträge!

Deepfakes – eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland?

Die Schülerzeitung veröffentlicht hier ein (verkürztes) Handout von Anna Betz zum Thema Deepfakes. Das dazugehörige Fachreferat hielt die Schülerin im Politik-Kurs von Frau Holzmann.

A Zentrale Termini und (Funktionszusammenhänge) von Deepfakes

1. Definition von Deepfakes

Deepfakes sind mit generativer KI generierte oder manipulierte Medieninhalte. Dabei kann es sich um gefälschte Bilder, Videos, Texte oder Audioinhalte handeln. Diese wirken oft sehr realistisch und lassen sich kaum von echten Medieninhalten unterscheiden.

2. Funktionsweise von Deepfakes

2.1. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

Deepfakes werden von Künstlicher Intelligenz (KI), genauer gesagt von generativer KI, erstellt. Ein Teil davon ist maschinelles Lernen, dabei handelt es sich um Algorithmen (festgelegte Abfolge von Anweisungen, um eine Aufgabe auszuführen), welche von Trainingsdaten „lernen“ können.

2.2. Deep Learning

Deep Learning ist ein Teilbereich des maschinellen Lernens. Es imitiert das menschliche Gehirn durch künstliche neuronale Netzwerke (KNN). Diese bestehen aus verschiedenen Schichten von „Neuronen“. Der Begriff Deep Learning bezeichnet KNN mit mindestens vier Schichten, je mehr Schichten, desto lernfähiger ist das KNN.

2.3. Generative Adversarial Network (GAN)

Ein wesentliches Deep Learning-Modell ist das Generative Adversarial Network (GAN). Dabei handelt es sich um ein KNN, das z. B. darauf trainiert wird realistische Daten wie Deepfakes zu erstellen. GANs bestehen aus zwei Deep Learning Netzwerken. Einem Generator, welcher neue Datenpunkte erstellt, und einem Diskriminator, der bewertet, ob ein Datenpunkt echt oder gefälscht ist. Die beiden Netzwerke arbeiten gegeneinander und verbessern sich dadurch ständig gegenseitig. Durch den großen Fortschritt der generativen KI in den letzten Jahren ist es inzwischen sogar Laien möglich, realistische Deepfakes zu erstellen.

3. Erkennung von Deepfakes

Generell sind zur Erkennung von Deepfakes eine kritische Haltung und das Überprüfen von Quellen notwendig. Des Weiteren liefern verschiedene Merkmale wie sichtbare Übergänge, begrenzte Mimik und unstimmige Beleuchtung sowie scharfe Konturen, die verwaschen sind, Hinweise darauf, dass es sich bei einem Bild oder Video um ein Deepfake handelt. Bei Audios kann ein metallischer Sound, falsche Aussprache oder eine falsche Sprechweise darauf hindeuten, dass es von einer generativen KI erstellt wurde.

B Inwiefern werden Deepfakes eingesetzt, um politische extremistische Inhalte zu verbreiten?

1. Definition von politischem Extremismus

Bei politischem Extremismus handelt es sich um Bestrebungen, welche den demokratischen Verfassungsstaat sowie dessen fundamentalen Werte, Regeln und Normen ablehnen. Besonders richtet sich dies gegen die Idee der Menschenrechte. Das grundlegende Ziel ist es, die freiheitliche demokratische Grundordnung abzuschaffen und durch eine eigene Ordnung zu ersetzen.

3. Verbreitung von politischen extremistischen Inhalten in den USA

Deepfakes werden dort hauptsächlich im Wahlkampf verwendet. Unter anderem, um Wähler zu manipulieren oder vom Wählen abzuhalten und um Politiker zu diskreditieren.

4. Verbreitung von politischen extremistischen Inhalten durch extremistische Gruppen

Ein Beispiel dafür ist der „Islamische Staat“ (IS). Dieser nutzt Deepfakes, um neue Mitglieder zu rekrutieren, ein Gemeinschaftsgefühl unter den Mitgliedern zu schaffen und um extremistische Inhalte zu verbreiten.

5. Fazit

Deepfakes werden in verschiedenen Ländern, ähnlich wie in den USA, eingesetzt, um politische Gegner zu diskreditieren und um Wahlkampf zu betreiben. Aber auch extremistische Gruppen haben ihr Potential erkannt und nutzen Deepfakes zunehmend.

6. Rechtliche Regelungen

National gibt es in Deutschland keine speziellen rechtlichen Regelungen für Deepfakes. Allerdings regelt der Digital Services Act (DSA), wie große Plattformen hinsichtlich KI reguliert werden. Außerdem gilt für Deepfakes ab Mitte 2026, wenn der AI Act in Kraft tritt, eine Kennzeichnungspflicht.

Diskussionsfrage: Inwiefern stellen Deepfakes eine Gefahr für die Demokratie (in Deutschland) dar?

1. Deepfakes könnten in Deutschland, ähnlich wie in den USA zur Wahlmanipulation missbraucht werden. Bisher werden Deepfakes im deutschen Wahlkampf eher zögerlich eingesetzt, allerdings spielen sie weltweit eine immer wichtigere Rolle.

2. Deepfakes führen dazu, dass das Interesse an der Wahrheit sinkt. Kritiker befürchten, dass Deepfakes zu einem sinkenden Vertrauen in die Medien führen könnten.

Text: Anna B.

Männer und Frauen sind gleichberechtigt – Anspruch, aber auch Realität?

Die Schülerzeitung veröffentlicht hier ein Handout von Lucia Warnberger zum Thema Gleichberechtigung. Das dazugehörige Fachreferat hielt die Schülerin im Politik-Kurs von Frau Holzmann.

Im Folgenden wird die Gleichberechtigung der Frauen und Männer in der Medizin während des Studiums und des Praktizierens aus rechtlicher Sicht und der gelebten Praxis analysiert. Hierfür wird über die Länder Deutschland, USA und Afghanistan berichtet.

Deutschland

Rechtliche Grundlage

Art. 3 Abs. 2 GG: Männer und Frauen sind gleichberechtigt

AEMR, Art. 26: Jeder hat das Recht auf Bildung

Realität im Medizinstudium

2024 sind 64,9% der Studierenden weiblich (Humanmedizin)

Erfahrungsberichte aus eigenen Interviews bestätigen das Verhältnis in der Zahnmedizin

Realität im ärztlichen Beruf

2019 sind 47,7% der aktiven Ärzteschaft weiblich

Nur 14% der Klinikdirektoren sind weiblich

Hausärztinnen verdienen 28% weniger als ihre männliche Kollegen

Erfahrung einer jungen befragten Zahnärztin: Patienten bevorzugen teilweise männlichen Behandler

USA

Rechtliche Grundlage

Es existieren nur Antidiskriminierungsgrundlagen durch den 14. (Herkunft und ethnische Zugehörigkeit) und 19. (Wahlrecht) Verfassungszusatz.

Ausstehend Equal Rights Amendment, welches 1923 im Kongress eingereicht wurde und bis heute nicht ratifiziert ist.

Realität im Medizinstudium

2019 ist das erste Jahr in dem mehr weibliche Medizinstudentinnen studieren

2023/24 sind 54,6% der Studierenden weiblich (Humanmedizin)

Geschlechtsspezifische Belästigung ist häufig

Realität im ärztlichen Beruf

Die Lohndifferenz zwischen den Frauen und Männer bessert sich zwar, ist jedoch noch nicht auf demselben Niveau

2022 beträgt diese 26% weniger Einkommen bei Frauen

Lohnniveau gleicht sich auch bei den Dozenten langsam an

Afghanistan

Rechtliche Grundlage

Rechtlosigkeit von Frauen

Realität im Medizinstudium

Ausschluss von Frauen am Medizinstudium

Ausbildungen im medizinischen Bereich sind ebenfalls verboten

Realität im ärztlichen Beruf

Da Frauen in Afghanistan gesetzlich nur von Frauen behandelt werden dürfen, führt das Ausbildungsverbot dazu, dass die medizinische Versorgung für Frauen im Land vor dem Aus steht.

Rechtlosigkeit von Frauen

  • Realität im Medizinstudium
  • Ausschluss von Frauen am Medizinstudium
  • Ausbildungen im medizinischen Bereich sind ebenfalls verboten
    • Realität im ärztlichen Beruf

Da Frauen in Afghanistan gesetzlich nur von Frauen behandelt werden dürfen, führt das Ausbildungsverbot dazu, dass die medizinische Versorgung für Frauen im Land vor dem Aus steht.

  • Thesen
    • Erste These

Das staatliche Eingreifen Deutschlands im medizinischen Bereich durch Quoten nach Geschlecht ist überflüssig.

Pro:

  • Qualifikationen entscheidend
  • Frauen in der Mehrheit

Contra:

  • Führungspositionen überwiegend Männer
  • Gemischtes Team positive Auswirkungen
    • Zweite These

Die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau in Deutschland hat zur Folge, dass Frauen dieselben Berufschancen haben wie Männer.

Pro:

  • Art.3 GG
  • Rechtlich denselben Zugang

Contra:

  • Mehr Männer in Führungspositionen
  • Männer geben ihren Posten an Männer ab

Text: Lucia W.

„Jugend debattiert“ über eine Dienstpflicht für junge und alte Menschen

Am 21.01.2026 fand an der FOS Friedberg der Wettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil und zeigten, wie gut sie diskutieren und argumentieren können.

Der Wettbewerb war in drei Runden gegliedert, in denen aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen diskutiert wurden. Dabei fanden jeweils drei Debatten gleichzeitig statt. Die Jury bestand überwiegend aus Schülerinnen und Schülern, die die Beiträge aufmerksam verfolgten und nach festen Kriterien bewerteten.

In der ersten Runde debattierten die Teilnehmenden darüber, ob in Deutschland eine allgemeine Dienstpflicht für junge Menschen eingeführt werden sollte. Darunter kann man eine Wehrpflicht oder einen sozialen Pflichtdienst verstehen. Bereits hier zeigte sich ein hohes Diskussionsniveau und eine große Vielfalt an Argumenten.

v.l.n.r.: Aemilia, Julia, Elisa und Alessandro; Foto: Monika Uhlemair

In der zweiten Runde wurde darüber gesprochen, ob Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen sollten. Dieses Thema führte zu vielen unterschiedlichen Meinungen und spannenden Diskussionen.

Das Finale war besonders aufregend. Dort wurde die Frage diskutiert, ob Rentnerinnen und Rentner ebenso eine Dienstleistung für die Gesellschaft erbringen sollten. Die Finaldebatte fand vor einem größeren Publikum statt und sorgte für eine besonders gespannte Atmosphäre.

Die Plätze wurden wie folgt vergeben:
1. Platz: Elisa Haas
2. Platz: Aemilia Schreiber
3. Platz: Alessandro Koroll
4. Platz: Julia Maletzky

Nach dem Wettbewerb wurden die vier Gewinnerinnen und Gewinner gefragt, wie ihnen „Jugend debattiert“ gefallen hat. Alle sagten, dass sie viel Spaß hatten, auch wenn sie am Anfang sehr nervös gewesen waren.

Die vier Erstplatzierten werden unsere Schule beim Regionalwettbewerb in Augsburg vertreten. Diese Debatten finden jedes Jahr statt. Wer dort erfolgreich ist, kann sich sogar für das Landesfinale qualifizieren.

Falls ihr selbst Interesse habt, könnt ihr euch auch nächstes Jahr anmelden und mitmachen. Ansprechpartner ist Herr Fürst.

Text: Sila T., Elena N., Anastasiya M.

Prüfungsangst, psychische Gesundheit und Künstliche Intelligenz – Interview mit Schulpsychologin Elisabeth Hübner

Einleitung

Psychische Belastungen spielen im Schulalltag vieler Schülerinnen und Schüler eine große Rolle. Besonders das Thema Prüfungsangst betrifft viele Jugendliche. In diesem Interview spricht Frau Elisabeth Hübner, Schulpsychologin an der FOS/BOS Friedberg und an der FOSBOS Augsburg, über ihre Aufgaben, über Prüfungsangst, über den psychischen Zustand der Generation Z sowie über Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz im therapeutischen Bereich.

Vorstellung

Justin: Könnten Sie sich für Schülerinnen und Schüler, die Sie noch nicht kennen, kurz vorstellen und erklären, was Ihre Aufgabe als Schulpsychologin ist?

Frau Hübner:
Hallo und erst einmal danke für die Einladung zum Interview! Mein Name ist Elisabeth Hübner. Ich bin seit 2018 an der FOS/BOS Friedberg und ich bin hier Mathelehrerin, Pädagogik- und Psychologielehrerin, Kommunikations- und Interaktionslehrerin und als Schulpsychologin für das Thema Inklusion zuständig. Das heißt, ich bin die Ansprechpartnerin für alle Schüler*innen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, also alles, was in diese Richtung geht. Zusätzlich bin ich an der FOSBOS Augsburg als Schulpsychologin eingesetzt.

Justin: Mit wem kommen Sie denn in der Regel ins Gespräch?

Frau Hübner: Man ist Ansprechpartnerin für alle Schüler*innen, deren Eltern, sowie für die Lehrkräfte zu allen Themen bezüglich der Psyche, also zum Beispiel Motivation, Konzentration, Prüfungsangst, aber auch emotionale Themen oder familiäre Probleme. Es gibt da eigentlich keine klar gefassten Themengrenzen, sage ich jetzt mal. Wichtig ist aber, dass wir als Schulpsycholog*innen keine Diagnosen stellen und auch keine Therapie anbieten können, sondern dass wir zu den Themen beraten. Wenn es aus unserer Sicht Krankheitswert hat oder eine Therapie indiziert ist, dann können wir in der Beratung erklären, welche Schritte nötig sind und wo man Informationen zum Thema Psychotherapie findet. Alle Schulpsycholog*innen unterliegen gesetzlich der Schweigepflicht, und zwar sowohl gegenüber Lehrkräften oder natürlich auch der Schulleitung als auch gegenüber den Eltern.

Justin: Unterliegt Ihre Arbeit einer Schweigepflicht?

Frau Hübner: Die Schweigepflicht gegenüber den Eltern ist eingeschränkt quasi. Wir setzen voraus, dass die Einsichtsfähigkeit in die Konsequenzen des eigenen Handelns gegeben ist
Sprich, dass sie abschätzen können, welche Konsequenzen das eben hat, dass ihre Eltern da über bestimmte Themen nicht informiert werden. Aber jetzt bei FOS/BOS-Schülern gehen wir davon aus, einfach weil sie alt genug sind und in der Regel die kognitive Reife so weit haben sollten. Eine zusätzliche Ausnahme ist, wenn eine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt oder wenn eine Straftat angekündigt wird. Aber davon abgesehen unterliegt wirklich alles ganz streng der Schweigepflicht.

Prüfungsangst und Nervosität

Justin: Was genau versteht man unter Prüfungsangst, und wie unterscheidet sie sich von normaler Nervosität vor einer Prüfung?

Frau Hübner:
Das ist eine sehr gute Frage, da haben Sie schon eine ganz wichtige Unterscheidung angesprochen, nämlich die Abgrenzung von normaler Nervosität und echter Angst. Nervosität, Aufregung, Anspannung und ein gewisser Grad an Angst – wie auch immer man das nennen will – sind erst einmal ganz normal. Es ist eine normale Reaktion auf eine stressige Situation, in unserem Fall eine Prüfung. Und es hat auch einen Sinn oder eine Funktion. Es soll uns aktivieren, es soll uns leistungsbereit machen und unsere Sinne schärfen.

Justin: Lässt sich das auch wissenschaftlich belegen?

Frau Hübner: Es gibt dazu eine Kurve oder einen Graphen, der ganz gerne herangezogen wird und den ich eigentlich sehr eindrucksvoll finde. Er heißt Yerkes-Dodson-Kurve. Die besagt, dass wir die beste Leistung bei mittlerer Anspannung oder Erregung haben. Bei zu wenig Anspannung oder Erregung sind wir unkonzentriert, unmotiviert und können keine gute Leistung erbringen, weil uns der Antrieb fehlt. Wenn die Erregung jedoch zu hoch ist, sinkt das Leistungsniveau wieder, weil wir dann im Bereich der Überforderung sind. Und da sind wir bei der Prüfungsangst. Sprich: Wenn die Angst zu groß wird, sodass man sich überfordert fühlt und sein Wissen nicht mehr abrufen kann, dann ist es Prüfungsangst und nicht mehr nur Nervosität.

Justin: Welch Symptome können dabei auftreten?

Frau Hübner: Es gibt keine feststehende Definition von Prüfungsangst, weil es keine offizielle Diagnose ist. Grundsätzlich handelt es sich um Angstsymptome, die im Zusammenhang mit Prüfungen auftreten. Das können körperliche Symptome sein wie Übelkeit, Herzrasen, Zittern oder Schwitzen, aber auch kognitive Angstgedanken, Panikgedanken oder eine Unfähigkeit zu denken, also ein Blackout. Natürlich gehört auch emotional dieses starke Angstgefühl dazu. Es kann sich auf einzelne Fächer beschränken oder auf bestimmte Prüfungstypen, zum Beispiel nur auf mündliche oder nur auf schriftliche Prüfungen. Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. Bei manchen löst schon der Gedanke an die Prüfung leichte Angstsymptome aus, bei anderen ist es erst der Moment, wenn der Lehrer hereinkommt und sagt: „Alle Tische auseinanderstellen.“ Da gibt es also kein einheitliches Bild.

Körperliche Symptome bei Prüfungsangst

Justin: Welche körperlichen Symptome treten am häufigsten bei Schüler*innen auf?

Frau Hübner:
Besonders häufig sind Magen-Darm-Probleme, also zum Beispiel Übelkeit oder Durchfall, aber auch Herzrasen, Zittern, Schwitzen oder Rotwerden. Auch hier ist die Ausprägung ganz unterschiedlich. Bei manchen tritt das eine auf, bei anderen etwas anderes oder mehrere Symptome gleichzeitig

Wann wird Angst behandlungsbedürftig?

Justin: Woran erkennen Schülerinnen und Schüler, dass Stress oder Angst nicht mehr „normal“, sondern behandlungsbedürftig wird?

Frau Hübner: Wenn es die Schüler*innen so einschränkt, dass sie immer wieder ihre Leistung nicht zeigen können, obwohl sie eigentlich gut vorbereitet sind und den Stoff außerhalb der Prüfungssituation beherrschen. Und wenn ein hoher Leidensdruck, also eine starke emotionale Belastung, damit einhergeht, wenn Selbstzweifel auftreten und man in Prüfungen immer wieder das Gefühl hat zu versagen. Das subjektive Empfinden ist hier entscheidend. Wenn es sich sehr einschränkend oder sogar unerträglich anfühlt, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, Unterstützung in Anspruch zu nehmen.


Strategien im Umgang mit Prüfungsangst

Justin: Welche kurzfristigen Strategien helfen direkt vor oder während einer Prüfung?

Frau Hübner: Kurzfristig ist das immer etwas schwierig. Atemtechniken können helfen, beruhigende Gedanken im Sinne eines Mantras oder Gedankenstopp-Übungen. Aber eigentlich sollte das vorher eingeübt worden sein, damit man es in der Angstsituation, die ja eine Ausnahmesituation darstellt, auch wirklich abrufen kann. Manchen Schüler*innen hilft ein Glücksbringer oder ein Symbol als Erinnerung an die Technik oder an beruhigende Gedanken. Wichtig ist, die Technik früh genug einzusetzen, also sobald die ersten Angstanzeichen auftreten. In der Beratung kann man gemeinsam herausarbeiten: Was ist bei mir das erste Zeichen, dass die Angst kommt? Bei manchen ist es ein Kribbeln im Bauch. Sobald man das merkt, sollte man direkt intervenieren, zum Beispiel mit einer Atemtechnik.

Justin: Haben Sie noch weitere Tipps?

Frau Hübner: Generell als Tipp für Prüfungen würde ich sagen: Es ist sinnvoll, mit den Aufgaben anzufangen, bei denen man sich gut fühlt. Also mit Themen, die man besonders gut verstanden hat. Das gibt zu Beginn ein gutes Gefühl. Wenn die Zeit nicht reichen sollte, bleiben dann die Aufgaben übrig, die man ohnehin weniger gut gekonnt hätte. Wenn einen vor der Prüfung die Aufregung der Mitschüler*innen stresst – also wenn ständig gefragt wird: „Hast du das gelernt? Denkst du, das kommt dran?“ – dann ist es sinnvoll, diese Kontakte bewusst zu vermeiden. Man kann das klar kommunizieren und sagen, dass einen das stresst. Man kann Musik hören, kurz zur Toilette gehen oder an die frische Luft gehen und versuchen, sich nicht mitreißen zu lassen.

Justin: Was ist besonders in der Vorbereitung auf Prüfungen wichtig?

Frau Hübner: Eine langfristige Strategie ist das „Overlearning“, also eine sehr intensive Vorbereitung, mehr zu lernen als eigentlich notwendig wäre, damit das Wissen besonders tief verankert ist. Man muss ehrlich sagen: Prüfungsangst ist manchmal auch eine berechtigte Angst, wenn man nicht gut vorbereitet ist. Wenn man unter Zeit- und Notendruck mit seinem Unwissen konfrontiert wird, kann Panik entstehen. Bei einigen war der ursprüngliche Auslöser eine Prüfung, in der sie schlecht vorbereitet waren und sich hilflos gefühlt haben. Das kann sich verselbstständigen und zu einer generellen Prüfungsangst führen. Deshalb ist gute Vorbereitung eine sehr hilfreiche langfristige Strategie.

Generation Z und psychische Probleme

Justin: Warum sind aus Ihrer Sicht besonders viele junge Menschen der Generation Z von psychischen Problemen betroffen?

Frau Hübner: Die Betroffenen haben seit klein auf eine andere Art der Kommunikation gelernt und sind diese gewohnt. Dadurch gestalten sich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen anders. Zusätzlich sind die jungen Menschen sehr stark mit der Informationsflut durch das Internet konfrontiert, was es früher noch nicht in diesem Ausmaß gab. Man kann sich kaum vor der Fülle an Informationen und auch polarisierenden Inhalten retten. Heute gibt es viel mehr Möglichkeiten als jemals zuvor, was einerseits gut ist, aber auch Unsicherheit und weniger Orientierung mit sich bringt. Ich denke, das sind wichtige Faktoren.

Justin: Gibt es hier weitere Faktoren?

Frau Hübner: Was auch noch dazu kam, ist die Corona-Pandemie, die diese Gruppe in einer sehr sensiblen Phase erwischt hat. Je nachdem, welchen Teil der Generation Z man meint – Kindheit, Pubertät oder junges Erwachsenenalter – aber auf jeden Fall in einer Zeit, in der soziale Kontakte sehr wichtig sind, in der es darum geht, sich mit Gleichaltrigen auszuprobieren und zwischenmenschliche Kontakte sowie Erlebnisse zu sammeln. Dieses Sich-ausprobieren-Können fiel während Corona aus, einerseits in der Schule und auch im Freizeitbereich, zum Beispiel Hobbys und Vereine. Treffen mit Freund*innen waren schwierig. Die Menschen hatten weniger Bewegung, weniger Sport, was sich nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die psychische Gesundheit auswirkt.

Justin: Was haben Sie persönlich darüber erfahren?

Frau Hübner: In der Beratung habe ich auch sehr oft gehört, dass Hobbys während Corona eingeschlafen sind und später nicht wieder aufgenommen wurden. Das ist ebenfalls ein großer Faktor, weil dadurch nicht nur Erfolgserlebnisse fehlen, sondern auch außerschulische Erfahrungen im Vergleich zu anderen Generationen stark reduziert wurden. Was noch dazu kommt, ist die Verunsicherung durch die vielen weiteren Krisen, die es aktuell gibt. Einerseits Corona mit den damit einhergehenden Ängsten und Problemen, aber auch die Klimakrise, Krieg, politische Entwicklungen, etc. Die Kinder bzw. Jugendlichen haben auch die Sorgen ihrer Eltern wahrgenommen, beispielsweise Arbeitslosigkeit oder die Sorge um den Arbeitsplatz, und sind dadurch zusätzlich verunsichert. Die Kombination aus Informationsflut und Corona-Pandemie hat den sozialen Rückzug verstärkt und Vereinsamung gefördert.

Justin: Welche Rolle spielen Soziale Medien?

Frau Hübner: Oft findet sozialer Kontakt über soziale Medien statt. In der Beratungspraxis war ich selbst erschrocken, als mir von Gesprächen erzählt wurde und sich später herausstellte, dass diese gar nicht persönlich stattgefunden haben. Gute, echte Beziehungen sind ein wichtiger Schutzfaktor für die menschliche Psyche. Die Tatsache, dass sich vieles auf das Smartphone verlagert, sehe ich als einen Punkt, der in diese Problematik hineinspielt. Ein positiver Faktor, den ich hervorheben möchte, ist, dass die Generation Z mehr über mentale Probleme spricht als frühere Generationen.

Künstliche Intelligenz und Psychotherapie

Justin: Zum Abschluss eine gesellschaftliche Frage: Glauben Sie, dass Künstliche Intelligenz in Zukunft eine Psychotherapie ersetzen kann – oder wo sehen Sie klare Grenzen?

Frau Hübner: Eine klare Antwort: Die KI kann keine Psychotherapie ersetzen. Die KI bietet Chancen zur Information, zum Beispiel wie man einen Therapieplatz bekommt oder welche Therapieformen es gibt. Je nach Fall kann sie auch zur Überbrückung von Wartezeiten hilfreich sein, da es ein großes Problem ist, dass der Bedarf hoch ist, aber zu wenige Therapieplätze vorhanden sind. Dadurch entstehen lange Wartezeiten. Je nach Symptomatik kann es hilfreich sein, zumindest vorübergehend mit einer KI einen „Gesprächspartner“ zu haben. Man kann sich von der KI Entspannungsmethoden oder Meditationsübungen anleiten lassen. Eine klare Begrenzung gibt es jedoch. Man muss sich bewusst sein – was auch ein Thema im Unterricht ist –, dass die Antworten und Empfehlungen der KI fehlerhaft sein können und kritisch hinterfragt werden müssen.

Justin: Sehen Sie hier noch weitere Probleme?

Frau Hübner: Ich denke, psychisch angeschlagene oder psychisch erkrankte Menschen tun sich oft schwer, die Kraft für eine gründliche Recherche aufzuwenden, um zu prüfen, was richtig oder falsch ist. Ein Problem der KI ist, dass sie den Nutzer in seiner Wahrnehmung bestärkt und weniger hinterfragt. Sie hat eine „Ja-Sager-Tendenz“ und regt nicht unbedingt zum kritischen Hinterfragen an. Das kann bei Krankheitssymptomen, zum Beispiel bei jemandem mit niedrigem Selbstwertgefühl, sehr fatal sein. Die KI versucht, dem Menschen zu gefallen, und ist teilweise zu unkritisch. Sie suggeriert Empathie und simuliert eine Beziehung zwischen dem Nutzer und der KI, obwohl kein echter Mensch dahintersteht. Es ist jedoch bekannt, dass die therapeutische Beziehung einer der maßgeblichen Erfolgsfaktoren einer Psychotherapie ist. Weil dieser Beziehungspartner nicht existiert, sehe ich das sehr kritisch.

Justin: Gibt es hierzu schon wissenschaftliche Studien?

Frau Hübner: Es gibt Studien, die untersucht haben, inwiefern sich KI an Therapieempfehlungen hält, und gezeigt wurde, dass sie das nicht konsequent tut. Die KI gibt eher Ratschläge, anstatt Klient*innen dazu zu animieren, selbst Lösungen zu finden. Teilweise reagiert sie unangemessen auf suizidale Äußerungen, was ein sehr gefährlicher Bereich ist. Es gibt leider auch Suizidfälle, die im Zusammenhang mit KI stehen. Da sind wir in einem Bereich, in dem wir nicht mehr diskutieren müssen, ob KI eine Therapie ersetzen kann. Da ist die Grenze überschritten. Ein weiterer Punkt ist der Datenschutz. Psycholog*innen unterliegen der Schweigepflicht. Wenn sensible Daten in eine KI eingegeben werden, weiß man nicht genau, wo diese gespeichert werden oder was damit passiert.

Justin: Was bedeutet das alles in Bezug auf die Gen Z?

Frau Hübner: Wir hatten gerade das Thema Einsamkeit der Generation Z: Auch hier sehe ich eine Gefahr, da eine Therapie mit KI sozialen Rückzug fördern könnte. Für eine echte Therapie muss man das Haus verlassen, sich auf den Weg machen, gegebenenfalls öffentliche Verkehrsmittel benutzen, mit jemandem in der Anmeldung kommunizieren und ist zur sozialen Interaktion gezwungen. Das ist für manche unangenehm oder schwierig, aber notwendig für Routine und Entwicklung. Wenn man die Therapie durch KI ersetzen würde, würde das alles wegfallen und die Isolation könnte sich verstärken.

Justin: Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und das interessante Gespräch.

Interview: Justin A.

Die Maske fällt – „Open-Mind-Night 2026“

Die diesjährige „Open-Mind-Night“ fand am 12. Februar mit dem Motto „Mask Off“ statt und konnte dem Publikum erneut erfolgreich zeigen, wie individuell verschieden und doch insgesamt enorm talentiert unsere Schulgemeinschaft an der FOSBOS Friedberg ist. 

Organisiert und begleitet von unserem „Schule ohne Rassismus“-Team haben die Teilnehmer ihre Talente mit Musik, Gedichten oder auch Tänzen auf eine Bühne gebracht und dadurch jeden einzelnen von uns Zuschauern begeistert. Inspiriert vom Thema „Mask Off“ wurden uns die Schattenseiten des gesellschaftlichen Drucks gezeigt. 

Mein persönliches Highlight war die Lehrerband, wobei mir die Auswahl zwischen den zahlreichen Darbietungen auch nicht leicht gefallen ist.

Die diesjährige „Open-Mind-Night“ wurde von jedem Gast wertgeschätzt und begeistert aufgenommen. Wir vom „SoR“-Team bedanken uns herzlich bei den talentierten Teilnehmern und bei allen, die geholfen haben, dass solch ein solch schöner Abend erst möglich gewesen ist. 

Text/Fotos: Martin P.

Spitzenthema: Wie sieht die Schule der Zukunft aus?

Grafik: Anastasiya M., Canva

Unsere Autorin Anastasiya hat sich mit der Frage beschäftigt, wie die Schule der Zukunft wohl aussehen wird. Das sagt sie selbst über ihre Vorstellungen:

„Die Mind-Map habe ich mit Canva erstellt. Ich habe zuerst überlegt, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte, und alle Ideen aufgeschrieben, die mir eingefallen sind. Danach habe ich sie sortiert und überlegt, welche Punkte besonders wichtig sind.

Bei Technologie habe ich mir gedacht, dass in Zukunft wahrscheinlich Roboter eine große Rolle im Unterricht spielen werden. Sie könnten zusammen mit menschlichen Lehrkräften unterrichten, also nicht nur die Lehrer ersetzen, sondern ergänzen, damit die Arbeit im Unterricht besser und effizienter wird.

Beim Lernen habe ich überlegt, dass Schüler in Zukunft mehr Möglichkeiten haben werden, ihre Fächer selbst auszuwählen, ähnlich wie in den USA. Man könnte zum Beispiel Kurse wie Filmproduktion, Psychologie oder kreatives Schreiben wählen, je nachdem, was einen interessiert. So wird das Lernen individueller und spannender.

Mir war auch wichtig, die globale Vernetzung zu erwähnen. Vielleicht könnten Schüler in Zukunft auch mal für kurze Zeit in andere Länder reisen und dort die Schule besuchen oder Online-Unterricht mit Menschen haben, die aus anderen Ländern kommen, so kann man auch Sprachenlernen verbessern. So lernt man andere Kulturen kennen und arbeitet mit Schülern aus verschiedenen Ländern zusammen.

Auch das Wohlbefinden der Schüler sollte in der Schule der Zukunft eine große Rolle spielen. Es könnte Psychologen und qualifizierte Mitarbeiter geben, die bei Motivation oder Problemen helfen. In der Kantine könnten gesunde und abwechslungsreiche Speisen angeboten werden, und es sollte genügend Räume geben, in denen man sich in den Pausen erholen oder Hausaufgaben machen kann – wie Bibliotheken oder ruhige Ecken zum Entspannen.

So konnte ich die Ideen in der Mind-Map darstellen und zeigen, wie die einzelnen Punkte miteinander verbunden sind.“

Text/Bild: Anastasiya M.

NEU NEU NEU – Das Schülercafé der FOS/BOS Friedberg

Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch viele Lehrkräfte besuchen täglich das Schülercafé der FOS/BOS Friedberg. Besonders groß ist der Andrang während der Pausen. Doch auch zwischen den Unterrichtsstunden sowie in Freistunden bleiben die zwei zuständigen Verkäuferinnen in der Schulküche beschäftigt.

Der Arbeitsbeginn und die Vorbereitung

Hinter dem Pausenverkauf steht die Firma „Kulturküche Augsburg GmbH“, ein zuverlässiger und mehrfach ausgezeichneter Partner für Kindergarten- und Schulcatering. Der Arbeitstag der Mitarbeiterinnen beginnt bereits um 6:30 Uhr in der Firma. Dort werden die Lebensmittel hergerichtet und abgeholt. Gegen sieben Uhr trifft die Lieferung vom Bäcker Schwab ein.
Anschließend beginnen die Vorbereitungen für den Verkauf: Der Kaffee wird aufgesetzt, Brezen werden bestrichen und belegte Brote frisch zubereitet. Viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kaufen sich ihre Mahlzeit bereits vor der Pause. Deshalb muss bis zum Unterrichtsbeginn um 8:15 Uhr alles verkaufsbereit sein.

Der Verkauf während der Pausen

Um 10:30 Uhr beginnt die lang ersehnte Pause – für die Verkäuferinnen bedeutet das Hochbetrieb. Hungrige Schüler und Lehrer müssen schnell versorgt und abkassiert werden. Doch auch nach der Pause bleibt noch Arbeit übrig: Vielleicht ist der Kaffee leer oder der Ketchup muss nachgefüllt werden. Zusätzlich fällt das Reinigen der Küche an, das ebenfalls von den Mitarbeiterinnen übernommen wird.
Nach der zweiten Pause um 13:10 Uhr wiederholt sich dieser Ablauf. Zwischendurch werden außerdem die Bestellungen für den nächsten Tag aufgegeben.

Organisation, Preise und Planung

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Firma ist vertraglich geregelt. Dabei wird festgelegt, wie viele Lebensmittel täglich geliefert werden. Preise und Menü werden vom Chef der Firma bestimmt.
Wer Vorschläge für das Angebot hat, kann sich gerne an die Kulturküche wenden. Ob ein Vorschlag umgesetzt wird, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab: vom zeitlichen Aufwand, von den technischen Möglichkeiten in der Schulküche sowie vom Preis. Nicht alle Schülerinnen und Schüler sind bereit, sechs Euro für ein aufwendiges warmes Essen zu bezahlen – viele weichen daher lieber auf günstigere Angebote aus, etwa bei Edeka oder doch die selbst zubereitete Brotzeit von Zuhause.
Der Arbeitstag der Verkäuferinnen endet gegen 15:00 Uhr. Übrig gebliebenes Essen wird zurück zur Firma gebracht und dort entweder als Mittagessen für die Mitarbeitenden genutzt oder verteilt.

Herausforderungen und Verkaufszahlen

Eine große Herausforderung für das Schülercafé ist der Kleingeldmangel sowie die Vermeidung von Überproduktion. Mittlerweile gelingt es den Verkäuferinnen jedoch gut, die Mengen realistisch zu planen, sodass kaum noch Ware übrig bleibt.
Ein Beispiel: Zu Beginn wurden täglich etwa 20 Croissants vorbereitet. Da über längere Zeit einige davon nicht verkauft wurden, setzte man die Produktionsmenge auf zehn bis fünfzehn Stück pro Tag herab.

Zum Schluss ein Ranking der angebotenen Produkte:
Letzter Platz: Salat – aufgrund des vergleichsweise hohen Preises wird er am wenigsten gekauft.
Zweiter Platz: Schnitzelsemmel – trotz eines Preises von 3,20 € sehr beliebt.
Erster Platz: Butterbreze – der Klassiker macht satt, ist günstig und kann schnell gegessen werden.

Dieser Einblick hinter die Kulissen des Pausenverkaufs zeigt, wie viel Organisation, Zeit und Arbeit hinter dem Angebot steckt. Viele fragen sich, warum die Preise vergleichsweise hoch sind. Doch im Gegensatz zu großen Supermärkten wie Edeka oder einer Bäckerei wie Ihle, handelt es sich hier nicht um Massenproduktion. Der Aufwand von der Beschaffung bis zur Präsentation in der Verkaufsvitrine ist deutlich höher. Daher sollte man die Preise auch im Zusammenhang mit dem Arbeitsaufwand betrachten – und dankbar sein, dass man sich nach und während jeder Schulstunde unkompliziert und vor Ort etwas zu essen kaufen kann. Schließlich schafft man es nicht immer rechtzeitig in den Supermarkt und sich eine Brotzeit zu machen, oder?

Text, Bilder und Interview: Victoria H.

Wusstet ihr eigentlich, dass…

unser PuG-, Geschichts- und Englischlehrer Herr Jelic…

Foto: Melek A.

… sich selbst als „ruhig, erfahren und immer noch relativ jung“ beschreibt,

… an der FOS besonders die netten Menschen, seine Kolleginnen und Kollegen sowie
die gute Fachschaft schätzt,

… am Lehrerberuf am meisten mag, sich mit Themen beschäftigen zu können, die ihn
wirklich interessieren, und täglich mit jungen Menschen zu arbeiten,

… seinen Berufswunsch nicht strikt geplant hat, sondern das Leben eher auf sich
zukommen ließ und sich für den Lehrerberuf entschied, weil er genau wusste, was ihn
dort erwartet,

… eher eine Nachteule als ein Frühaufsteher ist,

… am liebsten mit Tennis, einem guten Buch auf der Couch oder mit Tennis-Videos auf
YouTube abschaltet,

… besonders gern Eric Clapton, Neil Young sowie Blues, Folk und Americana hört,

… zu seinen Lieblingsserien “Lead Balloon“ und “The Sopranos“ gehören,

… bei Filmen besonders die Werke der Coen Brothers und von Wes Anderson schätzt,

… als Getränk eine Cola wäre – süß, aber dennoch eiskalt, so wie eine gute Cola sein
sollte,

… man ihm nicht sofort ansieht, dass er noch junge Kinder hat, und er selbst meint,
eher wie deren Opa auszusehen,

… vor allem seine ältesten Freunde ihn geprägt haben, weil sie immer für ihn da waren
und ihm gezeigt haben, dass er auf einem guten Weg ist,

… seinen Schülerinnen und Schülern mit auf dem Weg geben möchte: „Man bereut im
Leben immer Dinge, die man nicht getan hat, aber selten Dinge, die man getan hat“,

… sein Lebensmotto „nach vorne zu leben und die Vergangenheit ruhen zu lassen“ ist?

Interview: Melek A.

„Auerhaus“ im Feinschliff

Foto: J. Badde

Drei Tage kein Unterricht – dafür voll mit Proben, Kreativität, Filmen und Pizza. Unsere Theatergruppe, die dieses Jahr „Auerhaus“ auf die Bühne bringen wird, machte sich am Mittwoch auf den Weg nach Oberwittelsbach in das Jugendhaus „Emmaus“, um tatkräftig an dem Stück zu arbeiten. Ziel war es, Abläufe zu festigen und auch alles drum herum voranzubringen. Schon am ersten Tag wurde klar, dass die Theatertage kein Ausflug, sondern echte Arbeitszeit werden würden. Der Tagesplan war dicht, die Proben lang und die Erwartungen entsprechend hoch.

Im Mittelpunkt standen natürlich die Proben. Szenen wurden mehrfach gespielt, Kleinigkeiten verändert und die Übergänge verbessert. Dabei wurde nicht nur auf Texte geachtet, sondern auch auf Körpersprache, Timing und auf die Wirkung der Musik. Besonders hilfreich war die Möglichkeit, das Stück in einem Zug komplett durchspielen zu können. Gerade bei einem Stück wie „Auerhaus“, das manche mit „Gefühlschaos“ beschreiben würden, war es wichtig, die Figuren mit der benötigten Tiefe darzustellen. Diese Zeit half dabei, dass die Schauspieler sich besser in ihre Rollen einfühlen und die Gruppe als Team zusammenwachsen konnte. Besonders die Hauptdarsteller waren mit Proben von früh bis spät beschäftigt.

Der Rest der 26-köpfigen Gruppe war nicht untätig. Es wurde gefilmt und Interviews wurden geführt, um euch auf Instagram stets auf dem aktuellem Stand zu halten. Auch der Sneak Peak für die Open Mind Night am 12.2. stellte ein zentrales Thema dar (Kommt vorbei und seht selbst, ob dieser gelungen ist…). Die kreativen Köpfe der Gruppe machten sich Gedanken über die Gestaltung der Programmhefte, außerdem musste die Bühne dem Stück angepasst werden. Hier fielen auch ein paar T-Shirts den Farben zum Opfer. Deutlich wurde dabei, wie viel Arbeit hinter einer Theateraufführung steckt, die das Publikum später kaum wahrnimmt. Insgesamt wurde also niemandem langweilig, und wenn doch wurden helfende Hände immer bei Herrn Badde in der Küche benötigt.

Trotz der vielen Arbeit hatte die Gruppe die Möglichkeit, enger zusammenzuwachsen, beim Essen und in den Pause wurde viel gelacht. Dieser starke Zusammenhalt lässt sich auch auf der Bühne sehen, Theater funktioniert eben nur, wenn Vertrauen und Zusammenarbeit stimmen. Rückblickend waren die Theatertage nicht nur eine Vorbereitung auf die Aufführungen, sondern auch eine Erfahrung, die die Gruppe nachhaltig positiv geprägt hat.

Am Ende der drei Tage waren alle müde, aber auch zufrieden und stolz. „Auerhaus“ hatte sichtbar an Struktur gewonnen, ebenso ist die Orga ein beachtliches Stück weitergekommen. Die Theatertage haben gezeigt, wie viel durch richtige Zusammenarbeit und genug Kaffee in so einer kurzen Zeit möglich ist. Die Theatergruppe blickt nun gespannt und motiviert auf die nächsten Wochen und vor allem auf die Aufführungen. Seid dabei!

25. und 26. März: AUERHAUS

Text: Julia Maletzky

Zwischen Schulaufgaben und Podcasts – Alternative Leistungsnachweise

Leistungsnachweise müssen nicht immer aus Schulaufgaben und Kurzarbeiten bestehen. In vielen Fächern werden inzwischen Podcasts, Erklärvideos, Referate oder Portfolios als Alternativen eingesetzt.

Empfinden Schülerinnen und Schüler diese Form der Leistungsbewertung als fairer und einfacher oder eher als zusätzliche Belastung? Und wie bewerten eigentlich Lehrkräfte diese Entwicklung?


Viele der befragten Schülerinnen und Schüler stehen den alternativen Leistungs-nachweisen grundsätzlich positiv gegenüber. Besonders geschätzt wird, dass Formate wie Präsentationen, Podcasts oder Portfolios mehr Raum für eigene Ideen lassen und dadurch abwechslungsreicher sind als klassische Schulaufgaben. Einige berichteten zudem, dass diese Form der Leistungsbewertung weniger stressig sein kann, da nicht ausschließlich unter Zeitdruck gelernt und abgefragt wird und man seine Kreativität besser ausleben kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass alternative Leistungsnachweise nur dann als entlastend empfunden werden, wenn sie gut verteilt sind. Häufen sich Projekte, Referate und Präsentationen in mehreren Fächern und kommen zusätzlich Schulaufgaben hinzu, steigt der Stress deutlich an. Kritisch angemerkt wurde außerdem, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler unter denselben Voraussetzungen arbeiten. Besonders sichere Vortragende hätten teilweise Vorteile, während andere mehr Überwindung benötigten. Trotzdem wurde die Bewertung der verschiedenen Projekte zum Großteil als fair und transparent wahrgenommen, da hierbei mit Protokollen gearbeitet wird, die von den Schülern selbst ausgefüllt werden.


Auch aus Sicht der Lehrkräfte gewinnen alternative Leistungsnachweise zunehmend an Bedeutung. Zwei befragte Lehrerinnen erklärten, dass solche Formate nicht nur für mehr Abwechslung sorgen, sondern auch vom Kultus-ministerium unterstützt werden. Neben klassischen Schulaufgaben sollen daher bewusst kreativere Leistungsnachweise eingesetzt werden. Ein weiterer befragter Lehrer betonte, dass alternative Leistungsnachweise immer aktueller würden und einen klaren Vorteil gegenüber klassischen Kurzarbeiten hätten. Statt einer einmaligen Leistungssituation erhielten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum mit einem Thema auseinanderzusetzen und ihre Ergebnisse anschließend zu präsentieren. Dadurch rücke das reine Auswendig-lernen stärker in den Hintergrund. Zudem sehe er in Gruppenprojekten eine sinnvolle Vorbereitung auf die spätere Arbeitswelt, in der Teamarbeit eine wichtige Rolle spiele. Gleichzeitig verwies er aber auf Schwierigkeiten bei der Bewertung. Besonders bei Gruppenarbeiten sei es herausfordernd, die individuelle Leistung einzelner Schülerinnen und Schüler objektiv zu erfassen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Noten teilweise besser ausfielen, als es dem tatsächlichen Wissens-stand entspreche. Klassische Schulaufgaben und Kurzarbeiten würden seiner Ansicht nach das eigenständige Verständnis deutlicher widerspiegeln, da dort beispielsweise diskussionsorientierte Fragestellungen das tatsächliche Verstehen sichtbar machten. Auch eine weitere Lehrerin äußerte sich eher kritisch. Am Beispiel des Deutschunterrichts erklärte sie, dass bei Gruppenarbeiten zu literarischen Epochen einzelne Themen sehr vertieft behandelt würden, während andere Bereiche weniger Beachtung fänden. So könne es vorkommen, dass Schülerinnen und Schüler in einem bestimmten Teilgebiet über detailliertes Wissen verfügten, jedoch kein gleichmäßig ausgeprägtes Gesamtverständnis besäßen. Zudem entstehe teilweise ein unverhältnismäßig großer Arbeitsaufwand für kleinere Themenbereiche, was die Leistungsbewertung verzerren könne. Ähnlich wie der zuvor befragte Lehrer sieht sie die Gefahr, dass Noten in solchen Formaten tendenziell besser ausfallen und damit nicht immer das tatsächliche Leistungs- niveau widerspiegeln. Insgesamt steht sie klassischen Leistungsnachweisen daher eher positiver gegenüber, auch wenn sie einräumt, dass kreative Formate in der Korrektur mitunter angenehmer seien. Alternative Formate wie Portfolios, Präsentationen oder Podcasts ermöglichen es aber, sich intensiver mit Themen auseinanderzusetzen, anstatt sie nur kurzfristig auswendig zu lernen. Gleichzeitig erfordert ihre Bewertung klare Kriterien und Transparenz. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, da es nicht immer eindeutig ist, wie Eigenleistung und KI-Unterstützung voneinander zu unterscheiden sind und wie sich die Gruppen- und die Einzelleistung der Schülerinnen und Schüler voneinander abgrenzen lassen. Der zusätzliche Aufwand für Lehrkräfte liegt vor allem im organisatorischen Bereich, etwa bei der Archivierung oder dem Datenschutz. Die eigentliche Bewertung wird hingegen nicht unbedingt als aufwendiger empfunden. Im Gegenteil: Beide Lehrerinnen beschrieben es als angenehm und abwechslungsreich, auch kreative Arbeiten zu bewerten, anstatt ausschließlich ähnliche Schulaufgaben zu korrigieren. Mit Blick auf die Zukunft gehen sie davon aus, dass alternative Leistungsnachweise weiter an Bedeutung gewinnen werden. Gerade im Zusammenhang mit KI sei es notwendig, Prüfungsformate weiterzuentwickeln und an den aktuellen Zeitgeist anzupassen, ohne dabei das Leistungsniveau zu senken.

Text: Melek A.